Meine Artikel- und Bilderserie ist ja eigentlich abgeschlossen. Doch da gibt es noch eine ganze Menge Bilder, die ich eigentlich gerne zeigen möchte, die aber in keine Serie passen, oder sich sonstwie gruppieren lassen. Bilder, die meist einfach so mitten im irgendwo entstanden sind, und für mich teilweise noch viel mehr mein persönlich erlebtes Island-Bild vermitteln, als ein Skogafoss oder ein Geysir.
Wir starten auf der Halbinsel Reykjanes südlich von Reykjavik. Wir haben gerade den Mietwagen in Besitz genommen und machen die erste kleine Pause um einen Überblick zu bekommen. Da springt dieses kleine Kind drüben auf dem Hügel herum…
Weiter geht es zur Spalte zwischen den Kontinenten. Eigentlich ein relativ unspektakulärer Ort, das spektakuläre ist hier der Gedanke, dass dieser deutlich sichtbare Riss der Erdkruste 2 cm pro Jahr weiter aufreisst. Daneben fasziniert mich hier vor allem erstmals der schwarze Sand:
Nachdem wir inzwischen die blaue Lagune besucht haben, geht es weiter Richtung Krysuvik. Auf unseren ersten Schotter-Kilometern werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Ich muss erst lernen, dass es sich viel ruhiger fahren lässt, wenn man schneller fährt… Unterwegs dann dieser Blick. Ja, es sieht schrecklich uneinanladend und karg aus, aber ich liebe es:
Hier ein kleiner Appetithappen auf eine Reise in die unberührte Berg- und Gletscherwelt des Hochlands, inklusive standesgemässen Fahrzeugs:
Die Landschaft ist jedoch auch sehr wandlungsfähig. Innerhalb einer Stunde kommt man durchaus von der absoluten Mondlandschaft an die lieblichsten Orte:
Doch selten vergisst man, dass man sich in Island befindet. Diese Pferdeweiden befinden sich bei passendem Wind definitiv im Gefahrenbereich der berühmt-berüchtigten Hekla im Hintergrund:
Heistheimar (Vordergrund) ist übrigens nicht nur für Pferdefreunde eine absolute Empfehlung als Unterkunft! Hier noch zwei Bilder aus der Umgebung:
Nun befinden wir uns im Süden, direkt unterhalb des Eyjafjallajökull, den zwar nicht jeder aussprechen kann, den aber mittlerweile wohl jeder kennt.
An diesem Tag können wir streckenweise kaum etwas sehen, so viel Staub wird durch den starken Wind durch die Luft gewirbelt. Wir lassen uns sagen, dass diese Wetterlage (Ostwind) plus viel Aschestaub des Grimsvötn-Ausbruch vom Frühjahr auch die wettererprobten Isländer den Himmel beobachten lässt. Auf dieser Langzeitbelichtung in Akranes kann man den braunen Schleier ebenfalls noch erkennen:
Auf der Snaefellsnes-Halbinsel. Wieder eines dieser Bilder, was so unspektakulär aussieht, und für mich so sehr “das Island-Bild” transportiert.
Auf der Snaefellsnes-Halbinsel fahren wir zunehmend in den Nebel und Regen hinein. Leider ist von Budir somit fast nichts zu sehen.
Dies wäre die Strasse in die Westfjorde gewesen. Wir nehmen stattdessen lieber die Fähre.
Und dies ist unser Auto. Zu Beginn habe ich fürchterlich geflucht. Automatik. Unmögliche Sitzposition. Schlechte Ergonomie an allen Ecken und Enden. Aber es hat uns treue Dienste geleistet, und das Abgeben des Schlüssels in Keflavik ist ein durchaus trauriger Moment – der Urlaub ist damit endgültig zu Ende.
Eine Angewohnheit der Isländer scheint es auch zu sein, Maschinen, Fahrzeuge und sonstiges Gerät einfach so in der Landschaft stehen zu lassen. Oftmals sieht es so aus, als würden sie bereits seit Jahren vor sich hin rosten. Zumindest diese hier werden aber am nächsten Tag nachweislich bewegt (hier wird ein Golfplatz gebaut bzw. erweitert).
Es gibt in Island viele sehr moderne und interessante Kirchen. Diese hier (Olafsvik) erinnert stark an ein Segelschiff.
Schliesslich befinden wir uns nun an Bord der Fähre Baldur. Unterwegs machen wir einen kurzen Halt an der Insel Flatey. Und auch hier zeigt sich wieder der isländische Ordnungssinn…
Auch in den Westfjorden stossen wir auf Baumaschinen, die einfach so abgestellt wurden und wohl kaum noch funktionstüchtig sind. Aber was bei uns als stark störend empfunden würde und sowieso undenkbar wäre, passt hier irgendwie, und ergibt im Zusammenspiel mit der kargen Landschaft ein wundervoll stimmiges, melancholisches Bild.
Dazu gehören auch die “Nothütten”, die auf den Pässen der Westfjorde gebaut wurden. Diese hier ist eher die Luxusausführung. Es gibt auch noch die Modelle “Felsloch”, die nennen sich dann aber auch bloss “Schutzhütte”.
Wenn man den ganzen Tag durch die Westfjorde gefahren ist, und sich in Patreksfjördur an der Supermarkt Tante-Emma-Kasse gefragt hat, was das junge Mädchen eigentlich davon abgesehen noch an Berufswahlmöglichkeiten gehabt hätte, dann erscheint einem Isafjördur regelrecht als pulsierende Metropole. Und auch wenn wir Breidavik gerne länger genossen hätten, so sind die zwei Tage in Isafjördur doch auch mehr als entschädigend.
Insbesondere auch die Fahrt auf die Insel Vigur, wo wir endlich die Puffins sehen.
Dieses Bild gefällt mir besonders gut. Sehr klischeebehaftet wohl, aber…Island!
Nun befinden wir uns bereits auf dem Rückweg. Über Holmavik geht es zurück in den Süden des Landes. Unterwegs sehen wir Robben (leider zu weit weg, oder mein 70-200 zu kurz, für interessante Bilder), sowie diese Steine:
Holmavik ist ein weiteres dieser verschlafenen Nester, die aber alle auf ihre eigene Art faszinieren. Der Wind, der tägliche Begleiter in Island, erreichte hier wohl nahezu Sturmstärke.
Head-Office und Garage des Green Thunder Racing Team!
Dann bleibt mir wohl nur noch zu sagen: Das war Island 2011. Wir kommen wieder!






















