permalink

0

Time Machine im Netzwerk

Time Machine Backups sind ja etwas wunderbares – vor allem in Verbindung mit einer Time Capsule. Einmal konfigurieren, nie wieder darüber nachdenken und immer sicher fühlen. Dass der Teufel im Detail liegt, habe ich allerdings gestern gemerkt. Meine Freundin beklagte sich, dass sie eine Fehlermeldung bekäme, Time Machine habe zuwenig Platz. Kann nicht sein, das löscht doch automatisch alte Backups, sage ich. Nun ja, im Prinzip natürlich schon. Da stand doch jetzt aber bei ihr “Ältestes Backup: 13.01.2011. Letztes erfolgreiches Backup: 13.01.2011″. Bäbääm!

Jetzt ist es ja so: sichert Time Machine auf ein Netzlaufwerk, legt es ein so genanntes Sparsebundle – ein mitwachsendes Imagefile an. Da mein Rechner naturgemäss häufiger läuft, somit öfters Sicherungen durchführt, zudem auch noch wesentlich mehr Daten zu sichern hat, wuchs mein Imagefile dementsprechend stärker an, während für ihres nur wenig Platz blieb. So wenig, dass bedingt durch Datenwachstum in den letzten Wochen nach und nach bei ihr alle älteren Backups gelöscht wurden. Als jetzt auf Grund erneuten Datenwachstums einige Gigabytes hätten gesichert werden sollten, passte nicht einmal mehr ein komplettes Backup in ihr Imagefile, welches ja nicht mehr wachsen konnte, da meines sich so breit gemacht hatte. Ich hingegen konnte auf eine Backup-Historie bis Mai 2010 zurückblicken…

Ich wäre ja aber nicht der tollste Freund der Welt, wenn ich ihr nicht wieder Platz machen würde. Dies ist aber gar nicht so einfach, geht jedoch durchaus, ohne sämtliche Backups wegzuwerfen und von vorne anzufangen. Der Trick ist, alte Backups zu löschen und anschliessend das Imagefile entsprechend zu verkleinern. Das Imagefile lässt sich mounten ohne Time Machine zu starten, indem man sich mit dem Backup-User auf die Time Capsule verbindet, in den persönlichen Ordner geht und einen Doppelklick auf das Image macht. Anschliessend kann man sich durch die Ordner im Image durchklicken, bis man die lange, nach Datum benannte Liste der Backup-Ordner bekommt. Hier habe ich alle Ordner von Mai-November 2010 gelöscht. Nun muss der Papierkorb entleert werden, was ich über Nacht laufen lassen musste…

Nun kann das Image wieder ausgehängt werden, jedoch nicht die Verbindung zur Time Capsule. Denn jetzt muss ja das Imagefile verkleinert werden, dazu benötigen wir das Terminal. Wir wechseln dort mit “cd” nach /Volumes/<Name des Time Capsule Volumes> und sehen mit dem Befehl “ls” die Datei mit der Endung .sparsebundle. Folgender Befehl schrumpft diese nun so weit, dass sie nur noch den tatsächlich belegten Platz verwendet:

hdiutil compact <dateiname>

Das war es auch schon. Nun können auf beiden Rechnern wieder Backups durchgeführt werden.

Autor: Thomas

Ich bin Thomas Sturm, der Autor und Herausgeber dieses Blogs. Im normalen Leben bin ich Linux System Engineer und sorge dafür, dass Webseiten immer schnell und fehlerfrei abrufbar sind. Daneben bin ich unter anderem leidenschaftlicher Amateur-Fotograf, für den es kaum etwas (ent)spannenderes gibt, als mit der Kamera loszuziehen und die besten Blickwinkel auf ein schönes Motiv zu suchen und festzuhalten.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*