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Backup – für alle Fälle

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Mit Leopard und TimeMachine könnte ich ja jetzt eigentlich ziemlich sorglos sein, was Backups anbelangt. Die werden einfach automatisch im Hintergrund erledigt und ich muss mich um nichts mehr kümmern. Komischerweise ist genau das Gegenteil der Fall, so langsam werde ich erst richtig paranoid. Was ist wenn das Haus abbrennt? Schaffe ich es noch, die Backup-Platte zu retten? Vielleicht sogar während ich im Urlaub bin? Mittlerweile haben digitale Technologien unser Leben doch so durchdrungen, dass man in so einem Fall nicht einfach einen neuen Rechner kaufen und von vorne anfangen könnte. Könnte man natürlich schon. Aber es täte weh. Und das gute alte Fotoalbum wäre ja auch verbrannt. Richtig, doch warum sich nicht davor schützen, wenn es möglich ist?

Also muss eine zusätzliche, dezentrale Backup-Lösung her. Jeden Monat einen Satz DVDs brennen und in Papas Keller einlagern ist bei den heutigen Datenmengen unrealistisch, von der Daten(un)sicherheit von DVDs ganz zu schweigen. Eine Sicherungsfestplatte im monatlichen Wechsel in einem Safe bei der Bank einschließen? Teuer und unpraktikabel. Es muss etwas sein wie TimeMachine, was einfach so im Hintergrund läuft, ohne dass ich mich besonders darum kümmern müsste. Da gibt es Amazons Simple Storage Service (S3), der ist jedoch auch relativ teuer. Wollte ich ein Volumen von 100GB sichern, würde mich das monatlich 18$ kosten. Da muss etwas billigeres her. So bin ich dann auf Mozy.com gekommen. Darüber bin ich vor einiger Zeit bereits einmal gestolpert, habe es mir damals aber nicht genauer angesehen, weil es mir nicht seriös genug erschien, und auch weil mein Bedürfnis noch nicht so groß war.

Mittlerweile wurde die Firma von EMC übernommen, somit kann man ziemlich sicher sein, dass es den Service auch in 2 Jahren noch geben wird. Man kann sich erstmal unverbindlich anmelden und bekommt 2 GB gratis Speicherplatz. Zudem gibt es ein Client-Programm (Windows und Mac!), welches im Hintergrund läuft und zu festgelegten Zeiten, oder wenn der Rechner untätig ist, die Backups durchführt. Sämtliche Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und über https übertragen. Man kann sogar einen eigenen Schlüssel verwenden, sollte man Mozy/EMC nicht trauen. Nun lade ich gerade meine wichtigsten Dokumente sowie das Mailarchiv hoch, 1,7GB – das läuft bereits seit ca. 14 Stunden. Besonders schnell ist es also nicht (der Restore ist jedoch wesentlich schneller, ausserdem kann man auch DVDs ordern), aber der Preis ist unschlagbar. Für 5$ monatlich bekommt man eine Backup-Flatrate, keinerlei Begrenzung! Sollte sich das bewähren, überlege ich ernsthaft, diesen Service in Anspruch zu nehmen.

Probiert es doch selbst mal aus, und ich bin ehrlich, wenn ihr über diesen Link geht, bekomme ich einstweilen, bevor ich mich für die Bezahl-Variante entscheide, etwas mehr Speicherplatz ;-)

Autor: Thomas

Ich bin Thomas Sturm, der Autor und Herausgeber dieses Blogs. Im normalen Leben bin ich Linux System Engineer und sorge dafür, dass Webseiten immer schnell und fehlerfrei abrufbar sind. Daneben bin ich unter anderem leidenschaftlicher Amateur-Fotograf, für den es kaum etwas (ent)spannenderes gibt, als mit der Kamera loszuziehen und die besten Blickwinkel auf ein schönes Motiv zu suchen und festzuhalten.

2 Kommentare

  1. Update: Jetzt gerade läuft der Upload mit ca. 50KB/s, das ist doch eigentlich ganz ordentlich und kommt schon an das ran, was mein ADSL überhaupt her gibt…

  2. Pingback: www.pistenstuermer.de » Online-Backup - Alles richtig gemacht

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