Das Urteil des Hamburger Landgerichts ist gefallen, T-Mobile darf das iPhone weiterhin exklusiv vertreiben. Auch Apple dürfte sich freuen, sind somit doch die 30% Anteil der T-Mobile-Kundenumsätze weiterhin gesichert. Es wäre zwar sicherlich zu verschmerzen gewesen, wenn nur der deutsche Markt hier eine Sonderrolle eingenommen hätte, aber so scheint Apples Rechnung doch vollends aufzugehen. Die Kritiker werden verstummen, die sagen, Apple hätte den Mobilfunkmarkt nicht verstanden, und werde deshalb kläglich scheitern. Nein, Apple ist gerade erfolgreich dabei, ihn neu zu definieren, zumindest im Luxus-Segment. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis andere Anbieter dem etwas ähnliches entgegen setzen. Derweil ist schon jeder fünfte neue T-Mobile Vertragskunde ein iPhone-Kunde, und bereits 0,9% der Webzugriffe weltweit geschehen mit einem iPhone. Das ist zwar nicht viel, gemessen an den 0,6% auf die es Windows Mobile mit dem (noch) x-fachen Marktanteil bringt, aber eine deutliche Offenbarung.
Als Kunde finde ich die Anbieterbindung zwar nicht unbedingt schön (davon abgesehen dass ich mir ein iPhone sowieso erst dann kaufen werde, wenn die mobile Netznutzung nicht nur komfortabel wurde, sondern auch noch bezahlbar…), aber wie Vodafone den Samariter spielt und sich um die Kundeninteressen sorgt ist natürlich auch äusserst witzig. Oder wieso kam die Klage erst dann, als klar war, dass das iPhone auch in Deutschland ein Erfolg wird (an dem man nicht teilhaben kann…), und nicht bereits als das Vertriebsmodell vorgestellt wurde?