Als Reaktion auf diesen und diesen Heise-Artikel, sowie den darauf bezugnehmenden Spiegel-Artikel und die entstandene Diskussion im Macuser-Forum im Gegensatz zur Vorratsdatenspeicherung mal eine ganz andere “Sicherheitsdebatte”: Was veranlasst eigentlich die sonst so seriösen Fachleute der c’t, immer wieder auf dem Firewall-Thema herumzureiten? Kaum kommt eine neue Ubuntu-Version, schon der erste Kritikpunkt: keine Firewall aktiv. Jetzt bei Leopard genau dasselbe. Dabei kommen doch andernorts durchaus auch die Artikel, die darauf hinweisen, dass Firewall-Software oftmals Sicherheitslücken erst schafft, die ohne sie gar nicht da wären (siehe ZoneAlarm und Konsorten). Wieso wird dann über jedes Betriebssystem hergezogen, welches keine genau solche Firewall von Haus aus mitbringt? Ist man das Microsoft schuldig, weil man die für die Verbesserungen in XP SP2 gelobt hatte? Ich versteh’s einfach nicht. Und was der Spiegel dann aus sowas macht, geht nur noch in die Kategorie Volksverdummung.
Eine Firewall macht nur standalone Sinn, aber nicht auf einem Arbeitsgerät, wo sie mit unzähligen Anwendungsprogrammen in Wechselwirkung steht, und damit tausend Fehler passieren können. Und darüber hinaus gilt: Wo kein offener Port, da auch keine Firewall nötig. Und braucht man eine Anwendung mit offenem Port, dann würde man diesen doch ohnehin auch in der Firewall öffnen. Der Schlüssel ist also ein sauber konfiguriertes Betriebssystem, wie z.B. Ubuntu oder Mac OS X.
Irgendwie erinnert das Thema so verdächtig an Tests in Autozeitschriften. Fehlt irgendwo ESP, werden gleich mal ordentlich Punkte bei der Sicherheit abgezogen. Irgendwie vergessen die ganzen Redakteure aber, dass es vor der A-Klasse – man höre und staune – schon Ingenieure gab, die ordentliche Fahrwerke bauen konnten, die bei “alltäglichen” Fahrmanövern nicht aus der Fassung zu bringen waren. Denn bei allem was darüber hinaus geht, hilft auch ESP nicht mehr weiter. Zu schnell ist zu schnell ist zu schnell bleibt zu schnell…
Deine Einwände sind berechtigt. Ich bin aber trotzdem zum Schluss gekommen, dass es Sinn macht, die Firewall von Mac OS X «Leopard» zu aktivieren, allerdings nicht im Modus für Anwendungskontrolle (siehe http://www.macmacken.com/2007/11/03/mac-os-x-leopard-sicherheit-fuer-anfaenger/ für meine übrigen Empfehlungen).
Darf ich fragen warum du zu diesem Schluss gekommen bist? Dein Blog-Post gibt darüber ja auch keinen Aufschluss.