Nachdem ich ja den XenExpress-Server bereits unter VMware ausprobiert hatte, war es jetzt an der Zeit, die Software auf meinen Core 2 Duo zu spielen, um endlich die native Prozessor-Virtualisierung mit VT ausprobieren zu können. Leider gestaltete sich dies schwieriger als gedacht. Die CD wollte nicht booten, und zwar kam nach dem Laden von Grub immer der Fehler 23 “Error while parsing number”. Störend war offenbar der Eintrag “root (cd)” in Kombination mit meiner Hardware. Ganze drei Abende später, nach wildem rumprobieren mit PXE-Boot (unter anderem versucht, der Fritz-Box beizubringen, sie soll per PXE auf einen TFTP-Server verweisen….erfolglos) bin ich nun endlich bei einem brauchbaren Howto gelandet, wie ich per Grub von einer externen USB-Festplatte das Xen-Image booten kann. Kurzform hier:
1. installiertes Linux oder life-CD booten 2. usb-Stick mit vfat formatieren (z. B. mit qtparted), ergibt einen Stick mit einer Partition (sda1) 3: Ordner "boot" von der installierten Linuxversion oder von der life-CD auf den Stick kopieren. 4. auf dem Stick /boot/grub öffnen und "device.map" mit Editor, z. B. Kwrite, wie folgt ändern: (hd0) /dev/sda (hd1) /dev/hda (weil stick=sda im Bios die erste, also (hd0) und IDE-Festplatte=hda zweite Platte, also (hd1) ist. 5. menu.lst wie folgt ändern, wenn das zu bootende Linux, z.B. Kanotix oder Suse etc auf hda3 installiert ist: root (hd1,2) kernel /boot/vmlinuz root=/dev/hda3 initrd /boot/initrd.img (bei Suse ohne das.img) 6. In einer Konsole folgendes eingeben: grub-install --root-directory=/mnt/sda1 /dev/sda (installiert Grub in den MBR vom Stick)
Die Einträge in der menu.lst müssen natürlich für Xen angepasst werden, der Kernel liegt dann nicht auf /dev/hda3, sondern auf /dev/sda1 usw… Wie auch immer, dieser Weg führte zum Erfolg, der Xen-Installer bootet nun! Doch leider kam dann gleich der nächste Rückschlag. Er findet keine Netzwerk-Interfaces, und bricht somit die Installation ab. Na toll, das ist ein Asus P5B-Board mit Realtek-Chip RTL8111, funktioniert mit jedem Popel-Linux mit dem r1000-Treiber. Aber XenExpress kennt den nicht. Das war’s dann wohl erstmal, Thema erledigt. Leider…